Vor langer Zeit

 

Habe ich in manchen stürmischen Nächten Gewalt erlebt 

Auf meiner Seele ein Buch der Wunden geschrieben steht

Hatte zu viel Vertrauen geschenkt und wurde Missbraucht

Dafür gestiegen in Schluchten in Verdammnisse eingetaucht

 

Im Körper ein Herz das voller Ängstlichkeiten schlug

Verletzt in der Seele ich schmerzhaft mein Dasein ertrug

Habe hohe Berge mühevoll erklommen wollte entfliehen

Kämpfte mit einem Sturm im Rücken und immer gegen ihn

 

Musste ständig Grenzen und jede Angst neu Erkunden  

Wartete unaufhörlich auf das vergehen der Stunden

Hatte schon ewig in den Ohren summend ein trauriges Lied

Es leise Gesungen hoffend und wartend auf einen Sieg

 

Dachte das dies alles war nichts übrig blieb vom Leben

Wollte mich wehrlos dieser sinnlosen Macht ergeben

Versuchte mit Hilfe der Zeit das meine Leben zu ändern

Verkleidete mich erzwungen gehüllt in bunte Gewänder

 

Wollte das strahlende Azurblau der Himmelsweite berühren

Es ertasten und fangen mit ihm das Leben neu zu spüren

Das was gewesen ist endlich verstanden und begriffen nun

Verarbeitet das Leid, heute kann ich etwas dagegen tun 

 

Habe meine Träume meine Phantasien in das Leben eingebaut

Selbstsicher und ohne Zweifel auf meine Stärke nun vertraut

Warum sollte ich kampflos meine Träume dem Nichts übergeben

 

Das Leben

Dafür ist es zu schön um es nicht zu erleben

 

Sleepangel © 2002