Die Pforte

 

In einem Traum hast du betreten

mein kleines Herz das einsam war

Keine Fragen gestellt um nichts gebeten

warst eben nur für mich da

 

Scheue Blicke und verhaltenes Schweigen

es fiel von dir nie ein böses Wort

Wolltest mir dein Traumland zeigen

mit mir fliegend kreisen über diesen Ort

 

Geflüstert hast du, still liebe Worte

meinen Fragen eine Antwort stets geschenkt

Jedoch verschlossen eine kleine Pforte

von deinem Inneren mich abgelenkt

 

Mit einer kleinen Goldenen Feder

hab ich dir deine Seele sanft gestreicht

Nach jedem Lachen gingst du vorwärts einen Meter

bis du die Pforte hast erreicht

 

Ängstlich hast du vor ihr gestanden

zaghaft, mit deinen wundervollen Händen sie berührt

Ein kleiner Gedanke den Traumflug zu landen

fasst hätte dich die deine Angst verführt

 

Über deine Schulter suchend Blicke schauen

in deinen Augen eine Frage bitter steht

Soll ich es lassen oder mich trauen

oder still warten bis alles vergeht?

 

Schweigend nahm ich deine frierend Hand

küsste deine Augen sanft dir zu geschwind

Zog dich fordernd durch die Tür die uns verband

geöffnet hatte sie der Liebeswind

 

Sleepangel © 2002