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Nachtgefühl
 
                        Tief mit dunkler Nachtgewalt ,                                            
die mein Herz erhellt,
bricht aus jähem Wolkenspalt
Mond und Sternenwelt.   

Seele flammt aus ihrer Gruft,
lodernd aufgeschürt,              
da im bleichen Sternenduft
Nacht die Harfe rührt.  

Sorge flieht und Not wird klein,
seit der Ruf geschah.
Mag ich morgen nimmer sein , 
heute bin ich da !

 

 Neues Land in einer Nacht 

Manchmal, in der Nacht
so Sternenklar und voller Phantasie,
                    hab ich mich in ein Land gedacht                      
leuchtend, strahlend schön, wie sie.
Wenn der Blick durch die Tannen,
schweifend, gleißend sieht,
                    was geschieht                       
wenn ich mit den Fingerspitzen
an den Rand des Wahnsinn fasse,
glitzernd klar die Umrisse ertaste,
und in mein Land so strahlend schön,
den Mond erblick,
so wird jeder verstehen
wie wundervoll es ist.
Und wenn ich dann sehe,
nach dem Erwachen verstehe,
         dass es nur die Erinnerung daran ist,        
die mir noch im Nacken sitzt,
seit der Begegnung mit dem Wahnsinn
und ich in ihre Augen seh,
dann fließt mir leuchtend wunderbar
ein Windhauch über die Augen,
schön und klar.
         Wenn ich auf meine Fingerspitzen seh`      
und ich die Wärme spür,
dann fühle ich ,ich kann den Himmel berühren.
Ich bin weit und nah und überall
mit dieser Macht,
in dieser Nacht
hab ich ein neues Land erdacht
und jeder, der in Gedanken daran
es auch sehen kann,
der wird wissen, fühlen, denken
auch ich kann meine Gedanken, Phantasie so lenken...
Und so erscheint in jeder Nacht hauchumwunden
glitzernd hell ein neues Land,
so wunderschön in Windeseil
ist ein Planet so klein und zart erdacht,
in ein neues Land gebracht...

 

© Sonnenau