Das Ende 

 

Wartend auf sein Ende schon lang vergebens 

sitzt er still, reglos auf seiner Bank des Lebens

Faltenreiche Haut benetzt vom Regen,

still frierend, wartend, nicht bewegend

 

Aus wässrigen Augen verhalten Tränen rollen,

jedoch behalten, behalten mag er sie nicht wollen

Verschämt, Verstolen wischt er sie fort

sehnt sich nach seiner Zeit, an einem anderen Ort

 

Die letzten Strahlen der wärmenden Sonne im Gesicht

mit ihnen, irgendwann sein Atemzug erlischt

Auf seinen Traum und Mantel bunte Blätter fallen

hofft, sein Dasein wird nicht klanglos verhallen

 

Schleichend kalter Wind in sein Bewusstsein zieht

legt seine Gedanken auf Eis

und nimmt ihn mit...

 

Veröffentlichung in

NATIONALBIBLIOTHEK DES DEUTSCHSPRACHIGEN GEDICHTES

Ausgewählte Werke V


Sleepangel © 2002