Frag nicht!

 

Bitte frag mich nicht, was ich an Dir habe!

Bitte frag mich nicht, was ich in Dir sehe!

Bitte frag mich nicht, was ich von Dir halte!

Bitte frag mich nicht, 

da ich es selber nicht verstehe!

 

Ich traf Dich, ich sah Dich,  ich fragte nicht, ich dachte nicht. Ich will Dich nur sehen, lass Dich nie wieder gehen. Deine Stimme will ich hören, werd Dich danach nie mehr stören. Ein Bild von Dir in meinen Händen, meine Freude würde nie mehr enden. Meine Gedanken an Dich sind alle so nah, wie der Tag an dem ich Dich das erste mal sah. 

Ich bitte Dich wenn ich darf, den Tag zu wiederholen an dem ich traf.

 

Bitte frag mich nicht, was ich an Dir habe!

Bitte frag mich nicht, was ich in Dir sehe!

Bitte frag mich nicht, was ich von Dir halte!

Bitte frag mich nicht, 

da ich es selber nicht verstehe!

 

Ich will Dich nicht belästigen, ich will Dich auch nicht bändigen. Es ist nur fast beängstigend, wenn ich an unser Ende denk. Ein kleines Wort, nicht ernst gemeint, das irgendwo ein Engel weint. Ein kleines Wort, so klein wie ein Wurm und kurz darauf tobt ein Orkan, ein Sturm. Den wir beide dann nicht mehr kontrollieren, ich will nur, nicht einen neuen Freund verlieren.       

So bitte ich Dich wenn ich darf, den Tag zu wiederholen an dem ich Dich traf.

 

Bitte frag mich nicht, was ich an Dir habe!

Bitte frag mich nicht, was ich in Dir sehe!

Bitte frag mich nicht, was ich von Dir halte!

Bitte frag mich nicht, 

da ich es selber nicht verstehe!

 

Und so rede ich auf Dich ein, Du denkst es ist alles nur ein Schein.  Und dann fragst Du mich, warum sagst Du nicht, etwas von dem was ich schreib, wenn wir sprechen. Ich könnt es nicht ertragen, würdest Du dich an mir rächen. Oder lachen über das, was ich Dir dann sage. So behalt ich es für mich, kommen von Dir auch tausend Fragen. Nur eine Frage hätte ich an Dich, Du beantwortest sie, so hoffe ich.

Und ich frage Dich, wenn ich darf, den Tag zu wiederholen an dem ich Dich traf.

 

Bitte frag mich nicht, was ich an Dir habe!

Bitte frag mich nicht, was ich in Dir sehe!

Bitte frag mich nicht, was ich von Dir halte!

Bitte frag mich nicht, 

da ich es selber nicht verstehe!

 

Dann würde ich auf Wolken schweben, für mich könnte es nicht anderes geben. Es wäre, wie eine Feier ohne Ende, egal was auch passiert, ich wäre derjenige der immer bei Dir stände. Würde Dir etwas geschehen  würde ich Dich stützen. Wenn der Himmel Dir auf den Kopf fällt, würde ich Dich beschützen. Ich will nicht sagen es ist schwer für mich oder das es mich schlaucht. Nur kann es einem passieren, das man zwei Augen wirklich braucht.

So bitte ich Dich, wenn ich darf, den Tag zu wiederholen an dem ich Dich traf.

 

Bitte frag mich nicht, was ich an Dir habe!

Bitte frag mich nicht, was ich in Dir sehe!

Bitte frag mich nicht, was ich von Dir halte!

Bitte frag mich nicht, 

da ich es selber nicht verstehe!

 

Ich weiß nicht was ich machen soll, wie soll ich Dich behandeln? Es ist so wie in jeder Nacht, wenn wir durch Träume wandeln. Dein Bild vor mir in jedem Traum. Ich sitze, allein, unter einem alten Baum. Und warte auf Dich. Kommst Du, kommst Du nicht? Ich sehe Dich, nicht weit entfernt. Du kommst auf mich zu, als hättest Du es gelernt. Alle Männer dieser Welt, auf einmal zu verführen, doch in dem einen Moment, wo wir uns berühren, flüsterst Du, einen unverständlichen Satz und mein Traum, wie eine Seifenblase, zerplatzt.

Ich bitte Dich, wenn ich darf, den Tag zu wiederholen an dem ich Dich traf!

 

Bitte frag mich nicht, was ich an Dir habe!

Bitte frag mich nicht, was ich in Dir sehe!

Bitte frag mich nicht, was ich von Dir halte!

Bitte frag mich nicht, 

da ich es selber nicht verstehe!

 

K. Brandt © 2002